Gott sagt: Komm!

  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Start Themenpool Tod - und was kommt danach?

Tod - und was kommt danach?

E-mail Print PDF

Tod - und was kommt danach?

Wer sich mit dem Thema Tod beschäftigt, tut gut daran. Zumindest sagt Mose das:Tod - was kommt danach Plakat

Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, damit wir klug werden.“

(Psalm 90,Vers 12)

Wie stellen Sie sich das vor? Was passiert, sobald Ihr Herz aufgehört hat zu schlagen?

      Meinungen

Vor mehr als 15 Jahren hab ich mal eine Umfrage durchgeführt zu diesem Thema: „Wie geht’s weiter nach dem Tod?“ Ein recht großer Teil hatte damals die Meinung: „Tot ist tot, danach kommt nichts mehr“. Jemand hat es etwas drastisch so formuliert  „Sarg. Grube. Würmer. Aus.“
Heute hat sich die herrschende Meinung verändert. Immer mehr Menschen sind fasziniert von der Idee der Reinkarnation .  Der Wiedergeburt. Wer stirbt, hört nicht auf zu existieren. Sondern er kommt irgendwann mal wieder auf diese Erde.

Dieser Gedanke kommt von östlichen Religionen, wo er  Samsara (Sanskrit, samsāra, wörtl.: "beständiges Wandern") genannt wird. Eine Bezeichnung für den immer währenden Zyklus des Seins ist, den Kreislauf von Werden und Vergehen.Was aber verwundert: bei uns im Westen ist mit „Wiedergeburt“ so was wie eine Hoffnung verbunden. („Ich bin nach dem Tod nicht ganz weg, sondern komme wieder.“). Ganz anders in den östlichen Religionen: dort wird dieser ewige Kreislauf negativ gewertet. Letztes Ziel im Hinduismus, und Buddhismus ist nicht die Wiedergeburt, sondern grad im Gegenteil der Ausbruch aus diesem Kreislauf. Weil das auch schlecht ausgehen kann: unter Umständen kommt man im Körper einer Maus wieder. Oder einer Kuh. Weiß man’s? Ziel dieser Religionen ist daher nicht erneutes Leben auf der Erde. Sondern der Zustand der "Erlöstheit". Die Hindus nennen das „Moksha“, und die Buddhisten „Nirvana“. Keine Wiedergeburt mehr.

Was stimmt? Leben wir weiter, auch wenn der Leib tot ist? Kommt unsere Seele in einem anderen Körper erneut auf die Welt? Oder sind wir tot für immer? Oder ist es ganz anders?

Ich hab dieses Thema, wieder mal, mit recht vielen Zitaten aus der Bibel unterlegt. Und hoffe, Sie finden die Zeit, sich „durchzulesen“. Interessant ist es allemal.

Folgendes steht darüber in der Heiligen Schrift:

1) Gibt es ein Leben nach dem Leben?

Jeder von uns, jeder Mensch muss einmal sterben und kommt danach vor Gottes Gericht.

(Hebräer, Kapitel 9, Vers 27)

Zwei Aussagen stecken da drin:
a)    Es stimmt also nicht, dass sich das Leben auf der Erde wiederholt. Mit einem andern Körper. Und dann neues Sterben. Und wiederkommen mit neuem Körper. Und so fort. Sondern: einmal sterben.
b)    Es stimmt also doch, dass der Tod des Menschen nicht das Ende ist!
Der Körper ist tot. Er zerfällt. Aber der Mensch besteht nicht nur aus dem Körper, den man sieht. Sondern er hat auch eine Seele, die man nicht sieht. Wenn das Herz aufhört zu schlagen, und der Körper tot ist, dann ist der Mensch trotzdem nicht endgültig ausgelöscht. Er hat danach noch einen Termin einzuhalten.

Wer heute stirbt: wird der dann sofort vor Gottes Gericht erscheinen? Oder nach drei Tagen? Oder nach einem Monat? Oder irgendwann in 1000 Jahren?

Friedhof2) Was kommt unmittelbar nach dem Tod?

Ich mag keine Spekulationen. Will mich deshalb auch nicht endgültig festlegen. Ich nenne daher nur zwei Bibelstellen, die für mich Hinweise enthalten.
Altes Testament: Eine Anweisung an den Propheten Daniel:

„Du aber geh jetzt und leg dich zur Ruhe!  Am Ende der Zeit wirst Du auferstehen."

(Daniel, Kapitel 12, Vers 13*)

Die Auferweckung findet also nicht unmittelbar nach dem Tod statt. Sondern erst „am Ende der Zeit“. Zwischen Tod und Auferstehung ist eine Zeitspanne. Für Daniel kam eine Ruhezeit. Das sagen wir ja auch so: Jemand „zur letzten Ruhe geleiten“.

Im Neuen Testament wird uns ein kurzer Blick in diese Zeit direkt nach dem Tod gestattet. Quelle ist der Bericht über den reichen Mann und den armen Lazarus:

Als er (der Reiche nach seinem Tod) im Totenreich unter Qualen erwachte, blickte er auf und erkannte in weiter Ferne Lazarus in Abrahams Schoß.

(Lukas Kapitel 16, Vers 23)

Wir erfahren, dass nicht alle Toten so richtig entspannt ruhen. Und auch, dass nicht alle zusammen sind. Sondern dass es in diesem Totenreich wohl eine Trennung in zwei Kategorien gibt:
Lazarus ist „in Abrahams Schoß“. Er ruht, wie der Prophet Daniel.
Offenbar in Blickweite ist eine andere Abteilung des Totenreiches. Der Reiche will, dass Lazarus kommt und ihm mit Wasser die Zunge kühlt. Denn, sagt er: „ich leide Pein in diesen Flammen.“

Was wir hier sehen: nach dem Tod legen wir uns entweder zur Ruhe. Oder es wird heiß hergehen.
Bis zu einem bestimmten Ereignis:

3) Die Tatsache der Auferstehung

Und er (der Vater) hat ihm (dem Sohn) Vollmacht gegeben, Gericht zu halten, weil er des Menschen Sohn ist. Wundert euch darüber nicht, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und hervorkommen werden; die das Gute getan haben zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse verübt haben zur Auferstehung des Gerichts.

(Johannes, Kapitel 5, Vers 27ff)

Das Totenreich wird dann geleert, wenn Jesus zur Auferstehung ruft. Alle Menschen, die jemals gelebt haben, werden auferstehen.

Friedrich der Große sollte einmal über einen Pfarrer urteilen, der die Auferstehung in Zweifel zog. Der König meinte dazu nur: "Ist Seyne Sache. Wenn er nicht auferstehen will, so soll er doch Meynetwegen am Jüngsten Tage liegen bleiben"!
Das ist leider nicht so einfach: auch wer nicht dran glaubt, wird wohl oder übel eine Auferstehung erleben. In dieser Bibelstelle wird uns gesagt, dass es zwei Arten von Auferstehung gibt:

a)   Auferstehung des Lebens

b)  Auferstehung des Gerichts

Die Auferstehung des Gerichts wird in der Offenbarung so beschrieben:

Ich sah einen großen, weißen Thron und erkannte den, der darauf saß. Erde und Himmel konnten seinen Blick nicht ertragen, sie verschwanden im Nichts. Und ich sah alle Toten vor dem Thron Gottes stehen: die Mächtigen und die Namenlosen. Nun wurden Bücher geöffnet, auch das Buch des Lebens. Über alle wurde das Urteil gesprochen, und zwar nach ihren Taten, wie sie in den Büchern aufgezeichnet waren. Das Meer gab seine Toten zurück, ebenso der Tod und sein Reich. Alle, ohne jede Ausnahme, wurden entsprechend ihren Taten gerichtet. Der Tod und sein ganzes Reich wurde in den See aus Feuer geworfen. Das ist der zweite Tod. Und diesen endgültigen Tod, der für immer von Gott trennt, mussten alle erleiden, deren Namen nicht im Buch des Lebens verzeichnet waren.

(Offenbarung, Kapitel 20, Vers 11-15)

Wir können die Tragweite dieser Szene vermutlich gar nicht fassen. Da geht es um alles. Um den endgültigen Tod. Da ist alles aus. Alles verloren, in alle Ewigkeit.
Jesus nennt ausdrücklich ein paar Vergehen, die bei diesem Gericht angeführt werden:

Ihr habt gehört, daß es im Gesetz des Mose heißt: 'Du sollst nicht töten! Wer aber einen Mord begeht, muß vor ein Gericht.'Doch ich sage euch: Schon wer auf seinen Bruder zornig ist, den erwartet das Gericht. Wer zu seinem Bruder 'Du Idiot!' sagt, der wird vom Obersten Gericht abgeurteilt werden, und wer ihn verflucht, dem ist das Feuer der Hölle sicher.

(Matthäus, Kapitel 5, Vers 21ff)

Wie ihr wisst, heißt es im Gesetz: 'Du sollst nicht die Ehe brechen!' Ich sage euch aber: Schon wer eine Frau mit begehrlichen Blicken ansieht, der hat im Herzen mit ihr die Ehe gebrochen. Wenn dich also dein rechtes Auge verführt, dann reiß es heraus und wirf es weg! Besser, du verlierst eins deiner Glieder, als dass du heil und unversehrt in die Hölle geworfen wirst.

(Matthäus, Kapitel 5, Vers 27ff)

Das wird peinlich vor allem für einige von uns Männern: auch der Ehebruch im Herzen ist aufgezeichnet. In Gottes Büchern. Er wird zur Sprache kommen.
Der folgende Satz ist auch für Frauen erschreckend:

Ich sage euch aber, dass die Menschen von jedem unnützen Wort, das sie reden werden, Rechenschaft geben müssen am Tag des Gerichts

(Matthäus, Kapitel 12, Vers 36)

Wir denken jetzt: ist doch nicht tragisch, wenn man was Falsches sagt. Vor Gottes Gericht werden wir die ganze Tragweite erkennen. Da werden wir erschrecken darüber, was unsere Worte im Leben von andern angerichtet haben, ohne dass uns das so richtig  bewusst war. Keiner wird denken, dass er zu Unrecht verurteilt wird.
Denn darin sind die Menschen gleich:

Alle sind Sünder und haben nichts aufzuweisen, was Gott gefallen könnte.

(Römer, Kapitel 3, Vers 23)

Deshalb haben alle den Tod verdient. Es gibt nur eine einzige Ausnahme:

Und diesen endgültigen Tod, der für immer von Gott trennt, mussten alle erleiden, deren Namen nicht im Buch des Lebens verzeichnet waren.

(Offenbarung, Kapitel 20, Vers 15)

Das einzige Kriterium, das bei diesem Gericht die Verurteilung verhindert:
wer im Buch des Lebens aufgeführt ist.
Jesus sagt im Johannes-Evangelium, wer dort nicht dabei sein wird:

Amen, ich versichere euch: Alle, die auf mein Wort hören und dem glauben, der mich gesandt hat, haben das ewige Leben. Sie kommen nicht mehr vor Gottes Gericht; sie haben den Tod schon hinter sich gelassen und das unvergängliche Leben erreicht.

(Johannes-Evangelium, Kapitel 5, Vers 24*)

Alles, was wir je getan haben, ist aufgeschrieben. Auch das, was wir nicht getan haben, aber hätten tun sollen. Aber: wer auf Jesus vertraut, der steht im Buch des Lebens. Deshalb bekommt er nicht, was er verdient. Sondern wird aus Gnade verschont.

4) „Gläubige Sünder“

Wie ist das nun: was ist mit Menschen, die zwar an Christus glauben. Und ihm vertrauen. Aber trotzdem schlecht reden über andere. Oder geizig sind. Oder im sexuellen Bereich sündigen. Oder lügen. Oder egoistisch sind. Oder andere verletzen. Kurz: was ist mit uns, wenn wir sündigen?  Hat das überhaupt keine Folgen?
Wir kommen nicht in die Hölle, das ist uns klar.
Aber: natürlich hat es Auswirkungen, wie jemand lebt!
Auch für Gläubige gibt es ein Gericht. Da geht es nicht um ewiges Verlorensein. Sondern um was anderes. Der Apostel Paulus schreibt davon:
(1.Korinther, Kapitel 3, Vers 11-15)

Das Fundament, das bei euch gelegt wurde, ist Jesus Christus. Niemand kann ein anderes oder gar besseres Fundament legen. Nun kann man mit den unterschiedlichsten Materialien weiterbauen. Manche verwenden Gold, Silber, kostbare Steine, andere nehmen nur Holz, Schilf oder Stroh. Doch an dem Tag, an dem Christus sein Urteil spricht, wird sich zeigen, womit jeder gebaut hat. Dann nämlich wird alles im Feuer auf seinen Wert geprüft, und es wird sichtbar, wessen Arbeit dem Feuer standhält. Hat jemand fest und dauerhaft auf dem Fundament Christus weitergebaut, wird Gott ihn belohnen. Verbrennt aber sein Werk, wird er alles verlieren. Er selbst wird zwar aus dem Feuer gerettet werden, aber nur mit knapper Not.

Keine Ahnung, wie das ausschaut, wenn jemand knapp gerettet wird. Im Unterschied zu jemand, den Gott belohnt. Das ist Gottes Sache.
Wichtig jedenfalls: wir wollen uns nicht schämen müssen, wenn Jesus mit uns unser Leben bespricht. Wenn wir sündigen, wollen wir es gleich bekennen. Und vergeben lassen. Und diese Sünde künftig meiden.
Das Leben vor dem Tod ist entscheidend! Es wird geprüft und beurteilt. Wer Jesus vertraut, muss nicht in die ewige Verlorenheit in der Hölle. Sondern bekommt ewiges Leben bei Gott geschenkt. Wer Jesus vertraut und seinen Willen tut, der wird für sein Lebenswerk belohnt.

Wie geht es weiter, nachdem unser Leben beurteilt ist? Im vorletzten Kapitel der Bibel, Offenbarung 21, steht es:

5) Himmlisch!

Dann sah ich eine neue Welt: den neuen Himmel und die neue Erde. Denn der vorige Himmel und die vorige Erde waren vergangen, und auch das Meer war nicht mehr da. Ich sah, wie die Stadt Gottes, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkam: festlich geschmückt wie eine Braut an ihrem Hochzeitstag. Eine gewaltige Stimme hörte ich vom Thron her rufen: «Hier wird Gott mitten unter den Menschen sein! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein. Ja, von nun an wird Gott selbst als ihr Herr in ihrer Mitte leben. Er wird alle ihre Tränen trocknen, und der Tod wird keine Macht mehr haben. Leid, Angst und Schmerzen wird es nie wieder geben; denn was einmal war, ist für immer vorbei.

(Aus Offenbarung 21)

Das ist das Ziel unseres Lebens. Bei unserem Vater im Himmel anzukommen. Jedes andere Ziel ist zu kurzfristig gedacht.

Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, damit wir klug werden.

(Mose in Psalm 90,Vers 12).

Wir sind dann klug, wenn wir in dem Bewusstsein leben, dass es nach dem Sterben erst so richtig losgeht. Und unser Leben danach gestalten.

W.Ludwig

Last Updated on Saturday, 08 January 2011 19:10